Fenstermontage für Objekt- und Wohnungsbau
Ein Fenster ist mehr als Glas im Rahmen. Profile, Dichtungen, Verglasung und Beschlag müssen zusammenspielen – und so sorgfältig eingebaut werden, wie sie gefertigt sind. Scrollen Sie durch den Aufbau eines Fassadenfensters aus dem Hochhaus auf unserer Startseite.
Profil und Deckschale: die sichtbare Linie
Von außen sehen Sie nur die Deckschale. Darunter liegt das tragende Profil aus Aluminium mit 60 Millimetern Ansichtsbreite. Im Wohnungsbau ist es meist ein Blendrahmen aus Kunststoff oder Holz-Aluminium – das Prinzip bleibt dasselbe: Das Profil trägt, die Oberfläche schützt.
- Worauf es ankommt
- Maßhaltige Profile und Oberflächen ohne Kratzer – bis zur Abnahme, nicht nur bis zur Anlieferung.
- So arbeiten wir
- Wir prüfen Maße und Oberflächen bei Anlieferung, schützen die Elemente während der Bauphase und halten den Zustand bei der Abnahme fest.
Dichtungen: innen dichter als außen
Das Andruckprofil presst die Verglasung zwischen zwei Ebenen aus EPDM-Dichtungen. Außen halten sie Wind und Schlagregen ab, innen sperren sie die Raumluft. Wasser, das doch eindringt, wird innerhalb der Konstruktion kontrolliert nach außen geleitet.
- Worauf es ankommt
- Dasselbe Prinzip gilt für die Fuge zwischen Fenster und Wand: innen luftdicht, in der Mitte gedämmt, außen schlagregendicht und diffusionsoffen. Fehlt eine Ebene, drohen Tauwasser und Schimmel.
- So arbeiten wir
- Wir dichten die Anschlussfuge nach diesem Drei-Ebenen-Prinzip des Montageleitfadens ab und stimmen Dichtbänder und Folien vorab auf Wandaufbau und Untergrund ab.
Isolierglas: hier entscheidet sich der Energieverbrauch
Drei Scheiben, zwei Zwischenräume mit Argon: Die Außenscheibe trägt eine Sonnenschutzschicht, die Mittelscheibe eine Wärmeschutzschicht, innen sitzt Verbundsicherheitsglas. Ein Abstandhalter aus Kunststoff – die „warme Kante“ – hält die Scheiben auf Abstand, ohne Wärme nach außen zu leiten.
- Worauf es ankommt
- Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Neue oder ersetzte Fenster dürfen in Wohngebäuden höchstens Uw = 1,3 W/(m²K) erreichen, Vorhangfassaden Uc = 1,5 W/(m²K). Für eine Förderung über die BEG sind Uw ≤ 0,95 W/(m²K) nötig. Bodentiefes Glas im Obergeschoss muss absturzsichernd sein.
- So arbeiten wir
- Wir gleichen Glasaufbau und Kennzeichnung bei Anlieferung mit der Ausschreibung ab und planen Transport und Einbau großer, schwerer Scheiben mit passendem Hebezeug.
Glasträger und Klotzung: was man nicht sieht, trägt
Die feste Dreifachscheibe dieses Feldes wiegt rund 200 Kilogramm. Glasträger und Klötze leiten das Gewicht in die Riegel, der Isolator trennt die warme Innen- von der kalten Außenseite.
- Worauf es ankommt
- Falsch geklotzte Scheiben führen zu abgesackten Flügeln, Spannungsrissen und undichten Fugen – Mängel, die oft erst Monate nach der Abnahme auffallen.
- So arbeiten wir
- Wir klotzen nach den Vorgaben des Systemherstellers, richten Flügel vor der Abnahme ein und dokumentieren beides.
Kippflügel und Beschlag: lüften, auch im Hochhaus
Von außen ist nur eine schmale Glasfuge zu sehen: Der Kippflügel liegt verdeckt hinter dem Glas, ein schwarzer Siebdruckrand verbirgt Rahmen und Verklebung. Ein Kettenantrieb öffnet ihn, Ausstellscheren begrenzen die Öffnungsweite, Kipplager tragen den Flügel.
- Worauf es ankommt
- Beschlag und Antrieb müssen zu Größe und Gewicht des Flügels passen. In oberen Geschossen ist die Öffnungsweite begrenzt, Antriebe brauchen einen Anschluss an die Gebäudetechnik und regelmäßige Wartung.
- So arbeiten wir
- Wir montieren und justieren Beschlag und Antrieb, prüfen Funktion und Endlagen bei der Abnahme und übergeben ein Protokoll.
Jede Schicht zählt – auch beim Einbau
Ein Fenster funktioniert nur als System, und nur so gut, wie es eingebaut ist. Das übernehmen wir:
- Aufmaß und Prüfung der Einbausituation
- Logistik bis in die Etage
- Ausbau und Entsorgung der Altfenster
- Montage und Befestigung
- Abdichtung der Anschlussfuge
- Einstellen, Abnahme und Dokumentation
Fenstertausch im bewohnten Mehrfamilienhaus
Bei einer Modernisierung bleiben die Bewohner in ihren Wohnungen. Entscheidend sind deshalb ein verlässlicher Terminplan, saubere Arbeit und eine klare Übergabe je Wohneinheit.
Planbar
Vermieter müssen eine Modernisierung mindestens drei Monate vorher in Textform ankündigen (§ 555c BGB). Unser Terminplan je Wohneinheit liefert dafür die Grundlage.
Sauber
Staubschutz und Abdeckung in jeder Wohnung, Reinigung nach der Montage, Entsorgung der Altfenster.
Abgestimmt
Ein fester Ansprechpartner für Hausverwaltung und Bauleitung, Abstimmung mit Maler, Putz und Fensterbank.
Dokumentiert
Abnahme je Wohneinheit mit Protokoll – nachvollziehbar für Eigentümer, Verwaltung und Gewährleistung.
Vom Aufmaß bis zur Abnahme
- BeratungWir klären Umfang, Einbausituation und Zeitplan.
- AufmaßJede Öffnung vor Ort gemessen, Besonderheiten dokumentiert.
- LogistikAnlieferung und Zwischenlagerung abgestimmt auf den Bauablauf.
- MontageEinbau, Abdichtung und Einstellung durch eigene Montagetrupps.
- AbnahmePrüfung, Protokoll und Übergabe je Element und Wohneinheit.
Häufige Fragen zur Fenstermontage
Was gehört zur Fenstermontage?
Aufmaß und Prüfung der Einbausituation, Ausbau und Entsorgung der alten Fenster, Einbau und Befestigung der neuen Elemente, Abdichtung der Anschlussfuge, Einstellen von Flügeln und Beschlägen sowie die Abnahme mit Protokoll. Im Objektbau kommen Logistik bis in die Etage und die Abstimmung mit anderen Gewerken hinzu.
Wie lange dauert der Fenstertausch in einer bewohnten Wohnung?
Ein einzelnes Fenster ist je nach Größe und Einbausituation in wenigen Stunden getauscht. Für eine Wohnung planen wir die Arbeiten so, dass die Bewohner möglichst kurz eingeschränkt sind, und legen die Termine je Wohneinheit vorab im Terminplan fest.
Welche Vorschriften gelten für den Fenstereinbau?
Für den energetischen Mindeststandard gilt seit dem 29. Juli 2026 das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das das Gebäudeenergiegesetz abgelöst hat. Werden Fenster ersetzt oder erstmals eingebaut, darf der Wärmedurchgangskoeffizient in Wohngebäuden höchstens Uw = 1,3 W/(m²K) betragen, bei Vorhangfassaden Uc = 1,5 W/(m²K) (Anlage 7 GModG). Für die Abdichtung der Anschlussfuge ist der Leitfaden zur Montage von RAL-Gütegemeinschaft und ift Rosenheim der Stand der Technik. Bodentiefe Verglasungen in Obergeschossen müssen absturzsichernd ausgeführt sein (DIN 18008-4).
Wird der Fenstertausch gefördert?
Ja, über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG Einzelmaßnahmen). Voraussetzung ist unter anderem ein Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K). Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden, und ein Energieeffizienz-Experte muss eingebunden sein. Die Förderquoten haben sich zuletzt geändert – bitte prüfen Sie den aktuellen Stand beim BAFA.
Wo sind Sie im Einsatz?
Bundesweit. Unser Firmensitz ist in Berlin, unsere Montagetrupps arbeiten in ganz Deutschland – vom einzelnen Objekt bis zu Projekten mit vielen Wohneinheiten.
Was ist der Unterschied zwischen einem Fenster und einer Pfosten-Riegel-Fassade?
Ein Fenster sitzt in einer Öffnung der Wand und wird über die Anschlussfuge mit dem Mauerwerk verbunden. Eine Pfosten-Riegel-Fassade bildet die Wand selbst: Senkrechte Pfosten und waagerechte Riegel tragen die Verglasung, Fenster werden als Öffnungsflügel in einzelne Felder eingesetzt. Das Element auf dieser Seite ist ein solches Fassadenfeld mit Kippflügel.
Keine Rechts- oder Förderberatung. Rechtsstand: Oktober 2026.
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